Was eine Link-in-Bio-Seite ist und wann du sie brauchst
Eine Link-in-Bio-Seite ist eine einfache Webseite mit deinem Namen, einem kurzen Satz zu dir und einer Liste von Buttons. Jeder Button führt zu einem Ziel: deinem Shop, einer Buchungsseite, einem Video oder deinem Kontaktformular. Der Name stammt von der Bio-Zeile in sozialen Netzwerken, in der meist nur ein Link erlaubt ist.
Sie lohnt sich immer dann, wenn du mehr als ein Ziel hast und den Besuchern nicht fünf Mal erklären willst, wo sie klicken sollen. Das gilt für Creator mit mehreren Plattformen genauso wie für Handwerksbetriebe, Vereine oder Selbstständige, die auf Visitenkarten, Plakaten und in der E-Mail-Signatur dieselbe Adresse verwenden wollen. Ändert sich ein Ziel, passt du die Seite an. Die Adresse bleibt gleich.
Link-Seite erstellen in 7 Schritten
1. Ziel festlegen
Überlege, was Besucher tun sollen: dich buchen, etwas kaufen, dir folgen oder dich anrufen. Ein Hauptziel genügt, alles andere ordnet sich ihm unter.
2. Konto anlegen
Registriere dich bei Visitenkarl. Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und enthält eine Link-Seite pro Nutzer.
3. Link-Seite anlegen
Erstelle im Dashboard eine neue Link-Seite und vergib Titel und Adresse. Der Titel ist das Erste, was Besucher lesen, nenne also Namen und Tätigkeit.
4. Links hinzufügen
Füge pro Ziel einen Link mit klarer Beschriftung hinzu. Mit Zwischenüberschriften gruppierst du längere Listen und blendest Links aus, die du gerade nicht brauchst.
5. Design wählen
Wähle ein Design, das zu dir passt, und prüfe die Seite auf dem Handy, denn dort wird sie fast immer geöffnet.
6. Link in die Bio setzen
Trage die Adresse in Instagram, TikTok, LinkedIn oder YouTube ein und nutze sie in deiner E-Mail-Signatur.
7. Auswerten und nachbessern
Schau nach ein bis zwei Wochen in die Analytics, welche Links geklickt werden, und sortiere entsprechend um.
Was auf eine gute Link-Seite gehört
Weniger ist hier mehr. Wer in der Bio klickt, hat wenig Zeit und entscheidet in Sekunden, ob er bleibt. Diese Bausteine haben sich bewährt:
Name und Foto
Besucher sollen sofort erkennen, dass sie richtig sind. Ein Porträt oder Logo und ein Satz zu dem, was du tust, reichen.
Ein klarer Hauptlink
Der wichtigste Link steht ganz oben und trägt eine Beschriftung, die sagt, was passiert, etwa Termin buchen statt Hier klicken.
Wenige weitere Links
Fünf bis sieben Ziele sind für die meisten genug. Alles darüber ordnest du unter Zwischenüberschriften.
Kontaktmöglichkeit
Telefon, E-Mail oder WhatsApp als eigener Link, damit niemand suchen muss.
Aktuelle Inhalte
Ein Link zu einer laufenden Aktion oder einem neuen Beitrag wirkt lebendig. Entferne Abgelaufenes zeitnah.
Die richtige Reihenfolge der Links
Die meisten Besucher lesen die ersten ein bis drei Einträge und scrollen danach kaum noch. Setze deshalb das, was dir am meisten bringt, nach oben, und nicht das, was du am liebsten zeigst. Ein Friseursalon startet mit der Terminbuchung, ein Verein mit dem Mitgliedsantrag, ein Creator mit dem neuesten Video oder dem eigenen Produkt.
Gliedere danach nach Absicht, nicht nach Plattform. Besucher wollen nicht wissen, ob etwas auf Instagram oder YouTube liegt, sondern ob sie dich buchen, etwas kaufen oder mehr über dich erfahren können. Prüfe die Reihenfolge nach einigen Wochen anhand der Klickzahlen und tausche, was nicht geklickt wird.
Beispiele nach Zielgruppe
| Zielgruppe | Hauptlink | Weitere sinnvolle Links |
|---|---|---|
| Selbstständige und Beratung | Erstgespräch buchen | Leistungen, Referenzen, LinkedIn, Kontakt |
| Creator | Neuestes Video oder Produkt | Newsletter, weitere Plattformen, Zusammenarbeit anfragen |
| Handwerk und Dienstleistung | Anfrage oder Anruf | Leistungen, Einsatzgebiet, Bewertungen, Öffnungszeiten |
| Verein | Mitglied werden | Termine, Training, Spenden, Kontakt zum Vorstand |
| Event und Messe | Anmeldung oder Programm | Anfahrt, Tickets, Sponsoren, Kontakt vor Ort |
Design: lesbar, mobil und wiedererkennbar
Eine Link-Seite wird fast ausschließlich auf dem Smartphone geöffnet. Achte deshalb auf gut lesbare Schrift, ausreichend Kontrast zwischen Text und Hintergrund und Buttons, die sich mit dem Daumen treffen lassen. Verwende deine Markenfarben und dein Logo, damit Besucher die Seite mit dir verbinden.
Im Free-Plan steht ein Design zur Verfügung, Starter und Business bieten drei Themes. Wer eine eigene Adresse nutzen möchte, kann im Business-Plan eine eigene Domain einbinden. Das ist vor allem für Firmen interessant, die auf Plakaten und Drucksachen ihre eigene Adresse zeigen wollen.
Instagram, TikTok und LinkedIn: so setzt du den Link
Auf jeder Plattform gibt es ein Feld für die Webadresse im Profil. Trage dort die Adresse deiner Link-Seite ein und weise im Profiltext oder in Beiträgen darauf hin, etwa mit dem Satz Alle Links in meiner Bio. Das Ziel ist, dass Besucher wissen, was sie hinter dem Link erwartet.
Passe die Reihenfolge an die Plattform an. Wer von LinkedIn kommt, sucht meist Leistungen und Kontakt, wer von TikTok oder Instagram kommt, eher Produkte, Videos oder Aktionen. Wenn du viele Plattformen bedienst, kannst du je nach Tarif mehrere Link-Seiten anlegen. Free enthält eine, Starter drei und Business zehn Link-Seiten pro Nutzer. Eine zweite Seite lohnt sich zum Beispiel, wenn du privat und beruflich getrennt auftrittst.
QR-Code: die Link-Seite auch offline nutzen
Eine Link-Seite funktioniert nicht nur in der Bio. Mit einem QR-Code bringst du sie auf Flyer, Plakate, Messestände, Schaufenster, Verpackungen oder Visitenkarten. Wer den Code mit der Handykamera scannt, landet direkt auf deiner Seite, ohne App und ohne Tippen einer Adresse.
Drucke den Code so groß, dass er aus normalem Abstand lesbar bleibt, und teste ihn vor dem Druck mit mehreren Handys. Schreibe außerdem eine kurze Aufforderung daneben, etwa Termin buchen oder Programm ansehen. Weil der Code auf die Seite zeigt und nicht auf ein einzelnes Ziel, kannst du die Links später ändern, ohne neu zu drucken.
Analytics: sehen, was wirklich geklickt wird
Ohne Zahlen rätst du nur. Die Analytics zeigen dir, wie oft deine Seite geöffnet und welche Links geklickt werden. Im Free-Plan siehst du die letzten 24 Stunden und 7 Tage, Starter reicht bis 30 Tage und Business bis 90 Tage. Tracking-Links gibt es im Business-Plan. Mit ihnen unterscheidest du, ob Besucher über den QR-Code am Messestand, die Instagram-Bio oder die Signatur kamen.
Nutze die Zahlen für eine einfache Routine: Links ohne Klicks nach unten schieben oder löschen, erfolgreiche Links nach oben holen und Beschriftungen testen. Schon kleine Änderungen an der Reihenfolge wirken oft spürbar.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Zu viele Links
Wer zwanzig Optionen anbietet, bekommt keinen Klick. Beschränke dich auf die wichtigsten und gruppiere den Rest.
Unklare Beschriftung
Hier klicken oder Mehr sagt nichts. Schreibe, was danach passiert.
Tote oder veraltete Links
Prüfe regelmäßig, ob alle Ziele noch erreichbar sind und aktuelle Inhalte zeigen.
Nicht mobil getestet
Öffne die Seite auf einem echten Handy, bevor du sie veröffentlichst.
Kein Kontakt
Wer buchen oder fragen will, braucht einen direkten Weg. Verstecke ihn nicht.
Keine Auswertung
Schau mindestens einmal im Monat in die Zahlen und passe die Seite an.
Mit Visitenkarl: Link-Seite und digitale Visitenkarte zusammen
Eine reine Link-Seite zeigt Links. Wer dich trifft, möchte aber oft auch deine Kontaktdaten speichern. Bei Visitenkarl legst du neben der Link-Seite eine digitale Visitenkarte an. Besucher speichern deinen Kontakt mit einem Tipp, und beides erreichst du über denselben QR-Code oder Link. Teile die Karte per Link, QR-Code oder NFC. Apple Wallet steht ab dem Starter-Plan bereit, Google Wallet für Android ist geplant und noch nicht verfügbar.
So nutzt du eine Seite für Social Media und für persönliche Begegnungen: Im Profil führt der Link zu deinen Zielen, auf der Messe zeigst du den QR-Code und der Kontakt landet direkt im Adressbuch. Preise und Pläne findest du auf der Preisseite. Neue Nutzer testen Visitenkarl 14 Tage kostenlos, der Free-Plan bleibt dauerhaft kostenlos.